Schülerparlament am 01.03.2012

Schülerparlament der HBLW Ried - 600 Schülerinnen und Schüler praktizieren Mitbestimmung

 

Lukas Kallinger und Michaela Schluckner, Schülervertreter der HBLW Ried, haben für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler ein Schülerparlament organisiert, bei dem eine Reihe von konkreten Anträgen diskutiert und abgestimmt wurden. Zustande gekommen ist eine Veranstaltung, die von allen Beteiligten mit großem Interesse aufgenommen wurde.

Ein sehr gutes Beispiel für aktive Mitbestimmung haben die Schülerinnen und Schüler der HBLW mit dem von Lukas Kallinger und Michaela Schluckner organisierten Schülerparlament erlebt und auch praktiziert. Ausgangspunkt dieser Veranstaltung war, dass gegenüber dem Schulsprecherteam immer wieder Probleme und auch Verbesserungsvorschläge geäußert wurden, es aber unklar war, ob diese nun das Anliegen einer kleinen Gruppe oder von vielen waren. Zusätzlich war es dem Team ein Anliegen, dass sich möglichst viele Mitschüler/innen mit möglichen Veränderungen in der Schule auseinandersetzen sollten.

Das Schülerparlament hatte eine entsprechende Vorlaufzeit, in der in den einzelnen Klassen und Schüler/innengruppen mögliche Themen diskutiert wurden. Diese mussten dann in Anträgen formuliert werden, die bis eine Woche vor der Veranstaltung eingereicht werden konnten.

„Die Organisation der Veranstaltung hat uns dann ziemlich gefordert. Wir haben in der Schule keine Möglichkeit, für 600 Schüler/innen einen Veranstaltungsort zu finden, sodass wir dann in die Jahnturnhalle ausgewichen sind“ erzählt Lukas Kallinger. Da es noch keine derartige Veranstaltung gegeben hat, gab es bei den Schülervertreter/innen auch entsprechend gemischte Gefühle. Sehr schnell zeigte sich aber, dass die Schüler/innen mit großem Interesse bei der Sache waren und engagiert mitarbeiteten.

Insgesamt gab es 11 Anträge, die zur Diskussion gestellt und in neun Fällen auch abgestimmt wurden. Die meiste Zustimmung fand der Antrag der 5 BI, dass es wieder einen Skitag für die gesamte Schule geben sollte. Deutlich wurde auch der Antrag der 2 CH unterstützt, dass der Notenschluss sowohl zu Semester als auch am Jahresende weiter nach hinten verlegt werden sollte, damit mehr Zeit für Prüfungen bleibe . Große Zustimmung erhielten auch Anträge nach Abhaltung verschiedener Kurse, nach Durchführung einer Blutspenden-Aktion und nach einem unterrichtsfreien Tag für Schüler/innen, die bei Schulveranstaltungen bis spät in die Nacht gearbeitet haben. Gefordert und deutlich unterstützt wurde auch die Aussetzung der Hausschuhpflicht im Bereich der Container. Geteilter Meinung waren die Schüler/innen beim Antrag, die Deutschmatura mit dem Computer zu schreiben. Durchgefallen mit nur drei Pro-Stimmen ist der Antrag auf Wiedereinführung einer Pause zwischen der ersten und der zweiten Stunde.

Alle Beiträge wurden vor der Abstimmung engagiert diskutiert. Die Moderation durch Lukas Kallinger und Michaela Schluckner wurde von sehr vielen Beteiligten ausdrücklich gelobt. Abgeschlossen wurde die Veranstaltung durch eine Schulrechts-Fragestunde, zu der ein externer Experte hinzugezogen wurde.

Die Lehrer/innen der Schule haben sich zur selben Zeit intensiv mit der Frage der Kompetenzorientierung auseinandergesetzt. Dir. Bernhard Mayer ist mit dem Verlauf des Schülerparlaments sehr zufrieden: „Für mich ist diese Veranstaltung ein ausgezeichnetes Beispiel für politische Bildung. Probleme und Verbesserungsvorschläge zu erheben, diese dann zu diskutieren, sie in Anträgen zu formulieren und sie dann auch abzustimmen, sind wesentliche Schritte demokratischer Gepflogenheiten. Ich gratuliere dem Schulsprecherteam, es gehört Engagement und Mut dazu, sich die Organisation einer so großen Veranstaltung zuzutrauen.“

Die Organisatoren Michaela Schluckner und Lukas Kallinger.
Die Organisatoren Michaela Schluckner und Lukas Kallinger.

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