Die HBLW ist genau die richtige Schule für uns

 

Anna und Ekaterina Specht haben die ersten 10 Jahre ihres Lebens in Russland verbracht. Die Ausbildung an der HBLW Ried, insbesondere die intensive Sprachenvermittlung, aber auch den persönlichen Umgang schätzen die beiden Zwillingsschwestern, die heuer die Maturaklasse besuchen, sehr. Im Interview erzählen sie von ihren russischen Wurzeln, vom „Neubeginn“ in Österreich und davon, wie gut aufgehoben sie sich in der HBLW Ried fühlen.

HBLW: Ihr seid erst im Kindesalter nach Österreich übersiedelt. Woher stammt ihr? Wie waren eure ersten Erfahrungen in Österreich?

Ekaterina: Wir sind in Omsk, in Sibirien aufgewachsen. Omsk ist eine Millionenstadt, die natürlich auch viele Möglichkeiten bietet. Wir sind noch in Russland in die Schule gegangen und sind im Jahr 2001, da waren wir 10 Jahre alt, nach Österreich übersiedelt.

Anna: Wir haben, bevor wir mit unserer Mutter nach Kopfing gekommen sind, bereits in Russland Deutsch gelernt und hatten dann auch in Österreich Privatunterricht. Wir sind anschließend in die 3. Klasse der Volksschule Kopfing eingestiegen. Es war schon eine gewaltige Umstellung vom Leben in einer Millionenstadt aufs Landleben im Innviertel. Auch der Dialekt hat uns anfangs zu schaffen gemacht, aber wir sind in Kopfing wirklich sehr, sehr herzlich aufgenommen worden.

Ekaterina: Ja, wir wurden zu zahlreichen Geburtstagsfeiern eingeladen und haben in der Volksschule viele Freundinnen gefunden. Das hat unsere Integration sehr erleichtert und wir haben uns rasch angenommen gefühlt. 2004 sind wir dann nach Ried gezogen und haben die Hauptschule in Ried besucht.

HBLW: Wie seid ihr in die HBLW gekommen und was hat euch da besonders befallen?

Anna: Den ersten Kontakt hatten wir auf der Berufsinformationsmesse in Wels. Der ehemalige Dir. Aschenberger hat uns so begeistert von seiner Schule und der Möglichkeit, Russisch zu lernen, erzählt, dass wir uns die HBLW am Tag der offenen Tür angesehen haben. Dann war uns sofort klar, dass wir uns hier anmelden werden.

Ekaterina: Wir haben bisher unsere Entscheidung keinen Tag bereut. Wir sind sehr wissbegierig und dieser Wissensdurst wird in der HBLW wirklich gestillt. Wir konnten unsere Sprachenkenntnisse, die uns besonders wichtig sind, ganz toll erweitern und sprechen heute sechs Sprachen. Unser Allgemeinwissen hat sich in den viereinhalb Jahren massiv gesteigert und dabei hat neben den Lehrern die Bibliothek der HBLW einen großen Anteil gehabt. Prof. Pumberger hat uns immer mit Lesestoff versorgt und viele Bücher für uns bestellt.

Aber auch der Kochunterricht war sehr gewinnbringend. Wir sind nun jederzeit in der Lage ein tolles Menü für Gäste zuzubereiten und entsprechend zu servieren.

Anna: Und besonders schätzen wir, dass die HBLW Weltoffenheit vermittelt und die Persönlichkeit fördert. Viele Lehrerinnen und Lehrer gehen sehr persönlich mit ihren Schülerinnen und Schülern um und vermitteln dadurch wichtige Einstellungen und Werte.

HBLW: Wie seht ihr die Fremdsprachenausbildung in der HBLW?

Ekaterina: Wir waren schon immer sprachbegeistert und haben großes Interesse an anderen Kulturen. Wir reisen sehr gerne und dabei sind Fremdsprachenkenntnisse sehr wichtig. Durch den Fremdsprachenunterricht in der HBLW lernt man nicht nur die Sprache, sondern auch das Lebensgefühl und die Mentalität anderer Kulturen. Die Sprachwochen in Italien, Frankreich und England waren da besonders interessant.

Anna: Wir beide beschäftigen uns jetzt besonders intensiv mit dem asiatischen Raum und eine unserer nächsten größeren Reisen wird nach Japan und nach Korea führen. Dazu wollen wir uns auch sprachliche Grundkenntnisse aneignen, und wie man das macht, das haben wir in der HBLW gelernt.

Ekaterina: Trotz der vielen Sprachen sind wir aber sehr patriotische Österreicherinnen geworden. Österreich ist ein wunderbares Land und gerade auch durch die HBLW-Ausbildung, durch die vielen Freunde und Bekannten hier, ist Österreich unsere Heimat geworden. Wir kennen viele Länder, aber Österreich ist einzigartig.

HBLW: Wie sehen eure Zukunftspläne nach der Matura aus?

Anna: Ich kann mir vorstellen, dass ich direkt in das Arbeitsleben einsteige und auf einer Bank in einem Bereich zu arbeiten beginne, in dem Sprachenkenntnisse wichtig sind.

Ekaterina: Ich werde eher an eine FH oder an die UNI gehen und dort in Russisch oder im Bereich Wirtschaft ein Studium anfangen.

HBLW: Wie ist euer Kontakt zu Russland?

Anna: Unsere Großeltern leben in Russland und wir fahren natürlich auf Besuch nach Russland. Uns ist auch wichtig, dass wir Russisch nicht nur fließend sprechen können, sondern dass wir auch in der Grammatik sattelfest sind. Aber wir sind wirklich sehr froh, dass wir hier leben, für uns kommt kein anderes Land als Österreich als dauerhafter Wohnsitz in Frage.

HBLW: Danke für das Gespräch und alles Gute für euer letztes Schuljahr und für die Matura.

Ekaterina: Wir sind jetzt schon traurig, wenn wir daran denken, dass heuer unser letzter Schultag in der HBLW sein wird. Bildung ist in den Augen unserer ganzen Familie das Wichtigste, was es gibt, und wir haben der HBLW in diesem Zusammenhang sehr viel zu verdanken. Es ist eine tolle Ausbildung, die wir hier erhalten haben.

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Kommentare: 2
  • #1

    Nina Simmesberger (Freitag, 01 Februar 2013 09:42)

    Ich war sehr begeistert von der HBLW ! Die Vielfältigkeit und die nette Betreuung war einmalig! Ich werde bestimmt im Herbst diese Schule besuchen.besonders die GiftGivers waren sehr kreativ und nützlich im alltäglichen Leben.

  • #2

    Eleonora Kitzelberger (Freitag, 08 Februar 2013 09:21)

    Nina das kann ich nur bestätigen! Unser Kaffeekränzchen habe ich als besonders anregend und unterhaltsam gefunden!